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... auf den Hund gekommen

Eigentlich bin ich sehr spät auf den Hund gekommen, einen Appenzeller Sennenhund. Schon ein Jahr vor der "Anschaffung" meines Vierbeiners habe ich begonnen, mich zu belesen, aber im Nachhinein, wie ich mittlerweile feststelle, war ich trotzdem ziemlich ahnungslos. Sicher hat man ein paar Fehler weniger gemacht, aber über Hunde zu lesen ohne mit ihnen zu leben ist fast so, wie Kochrezepte auswendig zu lernen, ohne einen Herd zu besitzen. Unsere Bonny war temperamentvoll und eine Bereicherung für die ganze Familie, zu der außer den Zweibeinern noch zwei Katzen gehören.

Auslöser für meinen beruflichen Neustart 5 Jahre später, war ein Autounfall mit schlimmen Folgen für meine Bonny - Stauchung der Wirbelsäule mit Lähmung der hinteren Extremitäten. Der Tierarzt meinte, dass Physiotherapie auf längere Sicht den Hund wieder auf die Beine bringen könnte.

Nun saß ich da - mit "meinen Kenntnissen". In einer der vielen Hundezeitungen, die ich gelesen hatte, fand ich noch den Artikel über Tellington -Touches. Nach Schilderung des Falles erhielt ich  von kompetenten Ausbildern dieser Methode Anweisung über Telefon, kaufte mir ein entprechendes Buch und begann, meinen Hund zu behandeln. Dies hielten wir durch, täglich und monatelang, aber mit ständig kleinen Erfolgen, die mich und meinen Kämpfer-Hund bei Laune hielten. Nach 4 Monaten erhob sie sich das erste Mal, nach 7 Monaten humpelte sie die ersten 5 Schritte allein.

Als ich dann noch ein Inserat des Vierbeiner-Rehazentrums Bad Wildungen entdeckte, wußte ich, wo der nächste Urlaub verbracht wird. Die Behandlungen dort und tägliches Üben zu Hause zeigten mir, welche Erfolge mit Physiotherapie auch beim Hund möglich sind und natürlich auch, wo Grenzen liegen.

Bonny war während der ganzen Zeit in guter Verfassung. Bestimmt gab es auch Momente, in denen der Stress groß war und ich ins Zweifeln kam. Aber dann gab es immer wieder Fortschritte und vor allem Bonny hatte große Freude beim Schwimmen im See, was im Sommer fast täglich möglich war.

Durch ein weiteres sich einstellendes Handicap habe ich 2 Jahre nach dem Unfall meinen Hund einschläfern lassen müssen. Die Energie war aufgebraucht, die Grenze war erreicht... Doch der Gedanke, mich intensiv mit Physiotherapie für Hunde zu beschäftigen und einen Beruf daraus zu machen, hat mich nicht mehr losgelassen.

Es folgte der nahtlose Übergang zur AZUBI - Zeit, die bis heute anhält !

Durch die intensive Beschäftigung mit den vierbeinigen Hausgenossen hat sich bei mir aus der "ganz normalen Tierliebe" eine besondere Beziehung entwickelt  und das trifft mittlerweile auf alle Tiere zu. Es sind neben den Menschen Lebewesen einer anderen Art, nicht unterentwickelt oder minderwertig, sondern nur anders.

Ihre Vorzüge werden seit tausenden von Jahren genutzt. In der heutigen Zeit nicht nur als Familienmitglied, sondern auch als sportlicher Begleiter, Retter, Therapeut, Hüter und Wächter, Begleiter für Menschen mit Handicap und, und, und...

Wir sollten unseren Blick schulen für die Befindlichkeiten unserer Vierbeiner - nach Belastung, Krankheit und wenn sie in die Jahre kommen.

Ich unterstütze Sie dabei gern.